Die Wintermonate haben mir nicht nur wegen Grau und Kälte viel abverlangt, aber jetzt mach ich mich wieder auf mit allen Sinnen…ja, es hat länger gedauert als ich dachte, dass ich diese Seite wieder bedienen kann, was bedeutet, ich komme wieder raus ins Ländle und hab sie nach vielen Wochen unfreiwilligem Rückzug endlich wieder, diese Tage, die so herrlich sind, dass man sie behalten will.

Inzwischen ist es Frühling geworden….quatsch, was schreib ich da…meine Lieblingssaison (neben dem Herbst) ist bereits zu Pfingsten vom Hochsommer abgelöst worden, der sich mit über 30 Grad und ununterbrochenem Sonnenschein vom blauen wolkenlosen Himmel seitdem von seiner besten Seite zeigt. Tja, und dieser viel zu frühe Hochsommer im Mai, scheint einen langen Atem zu haben. Ich bin gespannt, wie lange er durchhält.

Der April war launisch dieses Jahr und präsentierte eine ganze Wetterpalette: Regengüsse, Graupelschauer, Wärme, Sonneninseln, Wolkenhaufen und massive Temperaurunterschiede und somit Kälte und gar nächtlichen Frost und das bis in den Mai hinein, wobei er sich von den Eisheiligen unterstützen ließ.

Ich fange mal mit wenigen Schritten und vorsichtig an…aber Hauptsache endlich wieder raus in die Natur, ist sie doch das beste Medikament, um wieder Kraft zu schöpfen. Ich zeige Ihnen heute einen meiner Seelenorte, und zwar den am nächsten gelegenen, denn der Naturstrand in Rheindiebach (Ortsteil von Oberdiebach) liegt direkt vor unserer Haustür, nur einen kleinen Spaziergang durch die Weinberge entfernt. Hier kann ich abschalten, zu mir kommen, Kraft, Zuversicht, Hoffnung und Glücksmomente sammeln, kurz gesagt: Derzeit ist hier das Krankenhaus für meine Seele.

An diesem sehr grün gelegenen Strand ist es meist menschenleer, mit leichten Wellen schlägt Vater Rhein ans Ufer, Steine hell und dunkel, einige Muscheln, Treibholz, alles liegt malerisch da, mit etwas Glück, in der Sonne Licht getaucht. Zauberhafte Einfachheit! Schön ist die Welt und so herrlich leise an diesem Platz. Alle Wunder um mich herum dringen in mich ein…das ist Schönheit, die meine Seele berührt. Sehnsuchtsort und Kraftquelle ist für mich das Wasser, Und da ich nicht in die Ferne ans Meer reisen kann, bin ich dankbar, dass ich nur 5 Minuten entfernt, Uferfreuden am Rhein genießen kann.

Also bei mir weckt der naturbelassene. Rheindiebacher Strand Urlaubsgefühle. Als ich ihn das erste Mal besuchte, war ich überrascht, denn mit so einem Sandstrand hatte ich nicht gerechnet. Nein, es ist nicht das, was so ein Meeresstrand bietet, aber es ist ein weitläufiger lebendiger Naturstrand, an dem es immer wieder was zu entdecken gibt, der sich stetig durch Strömung, Hoch- und Niedrigwasser verändert.

Bei jedem Besuch sehen die Kies- und Sandbänke anders aus, und immer wieder gibt es neue Naturbilder und durch das faszinierende Zusammenspiel von Wasser, Licht und Landschaft einen unerschöpflichen Schatz an Fotomotiven, auch durch angeschwemmtes Totholz, Muscheln, allerlei Strandgut und den freien Blick auf den Fluss und die vorbeifahrenden Schiffe. Zudem ist die Uferlandschaft umgeben von natürlicher Vegetation, die Lebensraum für Insekten und Vögel bietet und zu ausgedehnten Spaziergängen in wilder Schönheit und idyllischer Ruhe einlädt.

Ja, der Rheindiebacher Strand ist für alle da, die Natur schätzen…: Sie können picknicken, am Wasser entlang schlendern, Steine flitschen lassen, Muscheln sammeln, Schiffe vorbeiziehen sehen, und noch vieles mehr mit den Füßen im Wasser, aber vom Schwimmen im Rhein möchte ich warnen, denn selbst geübte Schwimmer können bei Unterströmungen oder Strudeln in Schwierigkeiten geraten. Das Baden im Rhein ist sehr gefährlich! Also, geben Sie acht auf sich und lassen Kinder niemals unbeobachtet am Wasser!

Oh, es war mir eine riesige Freude und Erleichterung endlich wieder schreiben zu können.
Ihre R(h)eingeschmeckte
Im hochsommerlichen Mai 2026